Wer neu nach Deutschland kommt, wundert sich oft über die vielen bunten Tonnen im Hinterhof. Mülltrennung ist hier fast ein Volkssport – und sie ist nicht nur eine gute Idee, sondern in vielen Fällen Pflicht. Hier erklären wir das System. Achtung: Die Details können je nach Stadt etwas unterschiedlich sein.
In die Papiertonne, die meistens blau ist, kommen Zeitungen, Kartons und Papier. Kartons sollte man vorher klein machen, damit mehr hineinpasst. Verschmutztes Papier, zum Beispiel ein fettiger Pizzakarton, gehört dagegen in den Restmüll.
In die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack gehören Verpackungen aus Plastik, Metall und Verbundstoffen, also etwa Joghurtbecher, Konservendosen und Milchkartons. Die Verpackungen müssen nicht gespült werden, sie sollten aber leer sein.
Die Biotonne, oft braun oder grün, ist für Essensreste, Obst- und Gemüseschalen, Kaffeesatz und Gartenabfälle. Plastiktüten haben darin nichts zu suchen – auch dann nicht, wenn auf ihnen „kompostierbar“ steht. Aus dem Biomüll entstehen später Kompost und Biogas.
Glas bringt man zum Glascontainer an der Straße und trennt es nach Farben: Weißglas, Grünglas und Braunglas. Blaues oder rotes Glas kommt zum Grünglas. Weil das Einwerfen laut ist, darf man das nur zu bestimmten Zeiten tun, meistens werktags tagsüber und nie am Sonntag.
Für viele Flaschen und Dosen bezahlt man beim Kauf Pfand. Bei Einwegflaschen sind es 25 Cent. Man kann sie in fast jedem Supermarkt an einem Automaten zurückgeben und bekommt einen Bon, den man an der Kasse einlöst.
Alles, was nicht recycelt werden kann, kommt in die graue oder schwarze Restmülltonne, zum Beispiel Windeln, Staubsaugerbeutel oder kaputtes Geschirr. Batterien, Elektrogeräte, alte Möbel und Farben dürfen nicht in den normalen Müll. Dafür gibt es den Wertstoffhof oder Sammelstellen im Supermarkt.
Unser Tipp: Viele Städte haben eine Abfall-App mit einem Abfuhrkalender und einem Lexikon. Dort findet man schnell heraus, wohin der alte Toaster gehört.