German reading · B1 · 5 min

♻️ So funktioniert Mülltrennung

How waste sorting works

Wer neu nach Deutschland kommt, wundert sich oft über die vielen bunten Tonnen im Hinterhof. Mülltrennung ist hier fast ein Volkssport – und sie ist nicht nur eine gute Idee, sondern in vielen Fällen Pflicht. Hier erklären wir das System. Achtung: Die Details können je nach Stadt etwas unterschiedlich sein.

In die Papiertonne, die meistens blau ist, kommen Zeitungen, Kartons und Papier. Kartons sollte man vorher klein machen, damit mehr hineinpasst. Verschmutztes Papier, zum Beispiel ein fettiger Pizzakarton, gehört dagegen in den Restmüll.

In die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack gehören Verpackungen aus Plastik, Metall und Verbundstoffen, also etwa Joghurtbecher, Konservendosen und Milchkartons. Die Verpackungen müssen nicht gespült werden, sie sollten aber leer sein.

Die Biotonne, oft braun oder grün, ist für Essensreste, Obst- und Gemüseschalen, Kaffeesatz und Gartenabfälle. Plastiktüten haben darin nichts zu suchen – auch dann nicht, wenn auf ihnen „kompostierbar“ steht. Aus dem Biomüll entstehen später Kompost und Biogas.

Glas bringt man zum Glascontainer an der Straße und trennt es nach Farben: Weißglas, Grünglas und Braunglas. Blaues oder rotes Glas kommt zum Grünglas. Weil das Einwerfen laut ist, darf man das nur zu bestimmten Zeiten tun, meistens werktags tagsüber und nie am Sonntag.

Für viele Flaschen und Dosen bezahlt man beim Kauf Pfand. Bei Einwegflaschen sind es 25 Cent. Man kann sie in fast jedem Supermarkt an einem Automaten zurückgeben und bekommt einen Bon, den man an der Kasse einlöst.

Alles, was nicht recycelt werden kann, kommt in die graue oder schwarze Restmülltonne, zum Beispiel Windeln, Staubsaugerbeutel oder kaputtes Geschirr. Batterien, Elektrogeräte, alte Möbel und Farben dürfen nicht in den normalen Müll. Dafür gibt es den Wertstoffhof oder Sammelstellen im Supermarkt.

Unser Tipp: Viele Städte haben eine Abfall-App mit einem Abfuhrkalender und einem Lexikon. Dort findet man schnell heraus, wohin der alte Toaster gehört.

Word list

sich wundern überto be surprised about
die Tonnebin
die Pflichtobligation, duty
der Kartoncardboard box
der Restmüllgeneral waste
die Verpackungpackaging
spülento rinse, to wash up
die Essensrestefood leftovers
der Kaffeesatzcoffee grounds
entstehento be created, to arise
einwerfento throw in
werktagson working days
das Pfanddeposit
die Einwegflaschesingle-use bottle
einlösento redeem, to cash in
die Windelnappy, diaper
der Wertstoffhofrecycling centre

Questions

  1. Wohin gehört ein fettiger Pizzakarton?
    • In die Papiertonne.
    • In den Restmüll.
    • In die Biotonne.
    Show answer

    ✅ In den Restmüll. – „Verschmutztes Papier, zum Beispiel ein fettiger Pizzakarton, gehört dagegen in den Restmüll.“

  2. Was muss man mit Joghurtbechern machen, bevor man sie wegwirft?
    • Man muss sie gründlich spülen.
    • Man muss sie zum Supermarkt bringen.
    • Sie sollten leer sein, gespült werden müssen sie nicht.
    Show answer

    ✅ Sie sollten leer sein, gespült werden müssen sie nicht. – „Die Verpackungen müssen nicht gespült werden, sie sollten aber leer sein.“

  3. Warum darf man Glas nicht am Sonntag einwerfen?
    • Weil es zu laut ist.
    • Weil die Container am Sonntag geleert werden.
    • Weil man am Sonntag kein Glas kaufen kann.
    Show answer

    ✅ Weil es zu laut ist. – „Weil das Einwerfen laut ist, darf man das nur zu bestimmten Zeiten tun … nie am Sonntag.“

  4. Was bekommt man am Pfandautomaten?
    • Neue Flaschen.
    • Einen Bon für die Kasse.
    • Sofort Bargeld.
    Show answer

    ✅ Einen Bon für die Kasse. – „… und bekommt einen Bon, den man an der Kasse einlöst.“

  5. Was ist das Ziel dieses Textes?
    • Er kritisiert das deutsche Recycling-System.
    • Er wirbt für eine bestimmte Abfall-App.
    • Er erklärt Neuankömmlingen, wie man Müll richtig trennt.
    Show answer

    ✅ Er erklärt Neuankömmlingen, wie man Müll richtig trennt. – It starts with newcomers who are surprised by all the bins: „Hier erklären wir das System.“

Your turn: Explain to a new flatmate in 6–8 sentences how waste is sorted where you live (or in your home country). What is different from Germany?

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